Über den Verein

Im Jahr 1987 gründeten Vertreter von Politik, Wissenschaft, Industrie und Handwerk den gemeinnützigen "Verein zur Förderung des Technologietransfers in Dritte-Welt-Länder (VFTD) e.V." Im Jahr 2008 wurde der Name des Vereins in "GAT Gesellschaft für angepasste Technologien e.V." abgeändert.

Angepasste Technologien

Anlass für die Vereinsgründung war seinerzeit die Erfahrung, dass der herkömmliche Technologietransfer und Technologieeinsatz in Entwicklungsländer kapitalintensiv und arbeitssparend war, kaum die sozio-ökonomischen, kulturellen und ökologi­schen Faktoren berücksichtigte und neue Abhängigkeiten schuf.

Vor diesem Hintergrund war Ziel und Zweck des Vereins die Verbreitung so genannter 'angepasster Techno­logien' als Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung. Das Konzept geht zurück auf die Wirtschaftsphilosophie von Ernst Friedrich Schumacher (1911-1977), der die Überwindung der Konflikte zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem zum Kernthema hatte.

Seine drei zentralen Begriffe

  • "Small is beautiful",
  • "Rückkehr zum menschlichen Maß" und
  • "Mittlere Technologie"

prägten auch die Diskussion um den Technologieeinsatz in den so genannten Entwick­lungs­ländern. Das Konzept der angepassten Technologien orientiert sich dabei nach heutigem Verständnis allgemeiner an den Bedürfnissen und Fähigkeiten eines Landes. Das heißt, es berücksichtigt Faktoren wie Sozial- und Umweltverträglichkeit, kulturelle wie auch ökonomische Gegebenheiten. Maßstab ist die unabhängige Anwen­dung, Kontrolle und Weiterentwicklung bzw. Verbreitung der Technologien.

TaT Transferzentrum für angepasste Technologien

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Vereins bei seiner Gründung bestand zudem darin, die Grund­lagen für die Errichtung des "TaT Transferzentrums für angepasste Techno­logien" zu schaffen.

Das nach den Plänen des Vereins auf einem 27.000 qm großen Areal am nördlichen Stadtrand der Stadt Rheine errichtete Technologie- und Gründerzentrum wurde im Jahr 1992 eröffnet, im selben Jahr, als die UN-Deklaration für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro verabschiedet wurde, als das Thema 'Nachhaltige Entwicklung' aber vor allem regional noch sehr umstritten war.

Seitdem hat das Zentrum einen wichtigen Beitrag für nachhaltige Entwicklung in der Region und darüber hinaus geleistet, unter anderem in den Bereichen Ökologisches Bauen, Regenerative Energien und Nachwachsende Rohstoffe.

Weitere Schwerpunkte der Arbeit des Zentrums lagen in der Unterstützung von kleinen und mittleren, nicht zuletzt jungen Unternehmen bei der Entwicklung, Markteinführung und Marktdurchdringung umwelt- und sozialverträglicher ("angepasster") Techno­lo­gien, Produkte und Verfahren, bei der Gestaltung qualitativ hochwertiger, fairer Arbeits­verhältnisse sowie nicht zuletzt in seiner internationalen Ausrichtung ("Transfer").

Wesentlicher Bestandteil der Entwicklung wie der inhaltlichen Arbeit des inzwischen als "TaT Themenpark" geführten Zentrums war von Anfang an die projektförmig orga­ni­sierte Forschungs-, Beratungs- und Qualifizierungsarbeit. Diese Projektarbeit ist seit Anfang 2018 in der gemeinnützig ausgerichteten, ebenfalls im Zentrum ansässigen TAT Technik Arbeit Transfer gGmbH konzentriert, die ihrerseits an die Tradition der GAT Gesellschaft für angepasste Technologien e.V. anschließen und deren Arbeit in Zukunft fortsetzen wird.

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